WS: Bildgestaltung - Naturfotografie
Markus Botzek

Dieser Workshop ist ausverkauft. Wir bieten noch folgende weitere Kurse zum Thema "Naturfotografie" an:
Naturfotografie auf Reisen (Dieter Schonlau)
Tierportraits auf dem Affenberg (Florian Smit)
Innovative Naturfotografie (Florian Smit)
Die Kunst der Tierfotografie (Lorenz Andreas Fischer)

Nicht immer hat man die Möglichkeit, sein Motiv formatfüllend abzulichten. Das Bild im Kopf lässt sich gerade auch nicht mal eben so realisieren. Und das Licht ist auch nicht das Beste. Man kann eigentlich einpacken und wieder nach Hause fahren. Oder aber man lässt sich darauf ein, den Schwan auf dem See auch einmal nur ganz klein in das Bild mit aufzunehmen, sich vom vorgefertigten Bild im Kopf zu lösen und ganz neu nach dem Bild Ausschau zu halten, dass die Natur einem gerade anbietet.

In dem Workshop soll der Blick auf das Hauptmotiv ein klein wenig verändert und auch auf die es umgebenden Landschaftselemente gelenkt werden. Blätter und Schilf können helfen, leere Bildflächen zu füllen und das Gesamtbild der Landschaft aufzuwerten. Das gilt für die Tier- und Pflanzenfotografie gleichermaßen.

Weiche Unschärfen etwa helfen, das Bild aus der Ebene einer bloßen Abbildung zu holen. Aber auch die formatfüllende Abbildung bekommt durch sie, in Maßen eingesetzt, einen natürlicheren Eindruck und lenkt den Blick des Betrachters verstärkt auf das Motiv. Daher werden auch die Vorzüge der offenen Blende behandelt. Dass das manchmal zu Lasten der Schärfe gehen kann, muss niemanden beunruhigen. Denn Schärfe wird manchmal überschätzt, um es einmal etwas provokant auszudrücken. Das gilt insbesondere bei Bewegung. Da kann Bewegungsunschärfe ein wirkungsvolles Stilmittel sein. Und wenn sich gerade mal die Natur nicht bewegen mag, kann der Fotograf immer noch die Kamera in Bewegung versetzen. Auf diese Weise können ansprechende Bilder entstehen oder aber spielerisch eine kreative Fotografierstimmung, die auch den Blick wieder für eher gewöhnliche Motive öffnet. Ebenso besprechen wir die Möglichkeiten, mittels Mehrfachbelichtung und mehr oder weniger starker Über- und Unterbelichtung sowohl die reine Fotozeit zu verlängern als auch stimmungsvolle Bilder zu erzeugen.

Nicht zuletzt werden die technischen Hilfsmittel wie Stativeinsatz und Filter erörtert und die Wirkung der Perspektive und des Kamerastandpunkts auf das Bild und den Betrachter dargestellt. Dabei wird auch deutlich werden, dass der Fotograf selber beim Fotografieren eigentlich immer in Bewegung bleiben sollte. Und dass das Stativ manchmal unumgänglich und dann auch wieder hinderlich sein kann.

Während des Praxisteils am See und dem angrenzenden Wald werden wir sehen, dass irgendwo in einiger Entfernung immer ein Motiv auf uns wartet. Und das wir umgeben sind von Linien, Blättern und Zweigen, die allesamt geeignet sind, Teil unserer Bilder zu sein. Wir setzen unsere Motive mal ganz bewusst eher klein ins Bild und fotografieren durch Gräser und Zweige hindurch, um Unschärfen und Sichtfenster zu erzeugen. Wer sich darauf einmal eingelassen hat, wird feststellen, dass draußen eigentlich immer etwas geht.

Ablauf:
Der Workshop ist in einen Theorieteil vor der Mittagspause und in einen Praxisteil danach am See eingeteilt.

  • ca. 3,5 h Theorieteil über die bildgestalterischen Möglichkeiten in der Naturfotografie
  • Mittagspause
  • ca. 1,5 h Praxisteil am See und angrenzenden Wald

Maximal 10 Teilnehmer

  • Friedrichshafen Graf-Zeppelin-Haus
  • Sonntag, 03.11.19 Kapitän-Lehmann-Zimmer 2
  • Beginn 09:00 Uhr Dauer: 6 h inkl. Pause; max. 10 Teilnehmer
  • Kursgebühren: 99,00 € ggf. zzgl. VVK-Gebühren

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